Wien, April 2026. Mit dem Inkrafttreten der Mietpreisbremse 2026 verändert sich die Sprache, in der der österreichische Immobilienmarkt spricht. Wo die Miete bisher das lauteste Marktsignal war, definiert sie jetzt ein Gesetz. Mietpreise bewegen sich in einem Korridor, der nicht durch Nachfrage, sondern durch Regulierung bestimmt wird. Wer sehen will, wohin der Markt tatsächlich geht, muss über den Preis hinausblicken — auf die Nachfrage.
Genau das macht METROX Demand Index öffentlich: einen Indikator, der heute Wien und Graz abdeckt und in den kommenden Monaten um Linz, Salzburg und Innsbruck erweitert wird.
Was startet
Der METROX Demand Index ist eine Skala von 0 bis 100 pro Bezirk und spiegelt die öffentliche Sichtbarkeit eines Bezirks wider — sein Gewicht in der digitalen Aufmerksamkeit des Marktes. Der Indikator wird mehrmals pro Woche aktualisiert und ist ohne Registrierung auf dem öffentlichen METROX-Dashboard zugänglich.
Anders als die quartalsweisen Indizes der Statistik Austria oder der OeNB arbeitet der METROX Demand Index in hoher Frequenz — als Ergänzung zur offiziellen Statistik, nicht als Ersatz: ein Blick auf die Nachfragedynamik, während Transaktionsdaten noch in der Aufbereitung sind.
Warum jetzt
2026 trat in Österreich die Mietpreisbremse in Kraft — eine Deckelung der Mietsteigerungen. Für den Markt bedeutet das: Der Mietpreis ist kein freies Nachfragesignal mehr. Er wird durch eine Formel bestimmt, nicht durch den tatsächlichen Wunsch eines Mieters, gerade in diesem Bezirk zu wohnen.
Parallel hält die EZB den Einlagensatz seit Juni 2025 bei 2,00 %, das Wohnungsangebot in Wien verknappt sich weiter, und der Eurovision Song Contest 2026 im Mai wirkt sich saisonal zusätzlich auf den kurzfristigen Markt aus.
Unter diesen Bedingungen sagt der Preis weniger aus als früher. Und die Nachfrage mehr.
Warum Wien 2026 die lebenswerteste Stadt bleibt
„Wenn die Miete gesetzlich fixiert ist, verliert die Preisdynamik an Aussagekraft. Die Nachfragedynamik bleibt der einzige Weg zu sehen, wohin der Markt geht. Wir haben diese Dynamik öffentlich gemacht — weil die Wohnungsdebatte gemeinsame Zahlen braucht, keinen Austausch von Vermutungen.“ — METROX
Was das Dashboard heute zeigt
Ohne konkrete Zahlen vorwegzunehmen — sie sind live und verändern sich — sind folgende Muster sichtbar:
- In Wien konzentriert sich hohe öffentliche Sichtbarkeit nicht in den teuersten Bezirken. Dort, wo der Quadratmeter über 10.000 € liegt, ist die Sichtbarkeit meist moderat — der Markt bewegt sich selektiver.
- Graz folgt einer grundlegend anderen Dynamik: ein kompakterer Markt, stärkere Saisonalität, eine ausgeprägte Rolle des Studierendenzyklus.
- Saisonale Ereignisse — vom Eurovision Song Contest bis zu Semesterzyklen — hinterlassen deutliche Spuren in der Nachfragekurve.
Alle Beobachtungen lassen sich täglich nachvollziehen.
Datenquellen
Der METROX Demand Index basiert auf öffentlichen Nachfragesignalen: Daten von Google, Meta AI und offenen Internet-Traffic-Quellen. Es ist ein Indikator der Nachfrageseite — der öffentlichen Sichtbarkeit von Bezirken im digitalen Raum.
Ausblick: DACH-Rollout
Wien und Graz sind die ersten beiden Städte. Linz, Salzburg und Innsbruck sollen in den kommenden Monaten folgen. Kyjiw läuft als paralleler Referenzmarkt — er hilft, die Robustheit des Indikators unter Bedingungen zu prüfen, in denen sich die Nachfragedynamik anders verhält als im DACH-Raum.
Über METROX
METROX wurde in Wien gegründet. Das Team ist ukrainisch-österreichisch, mit Erfahrung im Aufbau analytischer Produkte in Märkten Mittel- und Osteuropas. METROX entsteht in Wien für den DACH-Raum — mit einem Verständnis dafür, wie angrenzende Märkte funktionieren, das lokalen PropTech-Lösungen meist fehlt.
Links
- Öffentliches Dashboard Wien: metrox.io/de/vienna/dashboard
- Öffentliches Dashboard Graz: metrox.io/de/graz/dashboard
- Kontext Mietpreisbremse: Mietpreisbremse 2026 Wien: Überblick